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22 November Die Chaoten bei den Laoten ...wie schon erzaehlt ging es am Dienstag den 6. November mit unser Radtour Richtung Norden entlang der 13. Bundesstrasse los. Der erste Tag verlief optimal und die 95 geschafften Kilometer waren kaum ein Vorgeschmack welche Berge uns an den darauffolgenden Tagen erwarteten. So haben wir schon am Anfang des 2.Tages die Kreuzung zur 1er Bundesstrasse erreicht. Bundesstrasse darf man hier nicht falsch verstehen, das waren lediglich geteerte Wege und manchmal nicht einmal das. Die 1er Strasse war ein einziges AufundAb, aber die atemberaubende Aussicht in den Bergen und freundliche Bevoelkerung haben fuer all die Strapazen entschaedigt. Wir waren defintiv unter den ersten Bikern, die diese Gegend so bereist haben, denn in den meisten Doerfen wurden wir wie Marsmenschen angestarrt. Oft sind die Kinder auf die Strasse gelaufen um unsere Haende abzuklatschen und zu johlen. Bei einem Stop an einem Dofladen hat sich immer sofort eine aufmerksam beobachtende Menge gebildet. Zum Schlafen hat sich an den ersten Tagen immer ein Guesthouse gefunden, auch wenn diese Bezeichnug sehr schmeichelhaft ist. Die Waschgelegenheit war meist ein Becken hinter dem Haus oder die Waschstelle auf dem Dorfplatz. Nach einer richtig schweren 100km Etappe mit einem 25km Anstieg und stundenlanger Schotterpiste haben wir am 6. Tag Muang Kham erreicht. Von dort sind wir in einer weiteren Etappe nach Phonsavan weitergeradelt. Auf der Ebene der Tonkruege haben wir dann einen freien Tag verbracht. Es ist unvorstellbar wie es ein Volk vor tausenden Jahren geschafft hat hunderte von teilweise tonnenschweren Steinkruegen auf diese Ebene zu bringen. Leider war diese Gegend waehrend des Vietnamkrieges ein wichtiger Kriegschauplatz und so sind viele Kruege zerstoert und das ganze Areal schwerst mit Minen belastet. Traurigerweise sterben und verletzen sich jaehrlich immer noch eine unglaubliche Anzahl an Menschen. Von Phonsavan ging es dann Richtung Sueden. Kurz hinter der Stadt begann dann die Schotterpiste, die uns die naechsten 250 Kilometer begleitet hat. Die Ortschaften wurden immer entlegener und wir sind in den naechsten vier Tagen keinem Nichtasiaten mehr begegnet. Unsere erste Nacht haben wir bei einer Hmongfamilie (Volksstamm in Laos) verbracht. Es war superinteressant wie diese Leute hier leben. Die 2. Nacht haben wir neben der Strasse verbracht, da die Strasse immer schlechter wurde und wir nur noch schiebend vorangekommen sind. Aber immer hat uns eine atemberaubende Bergkulisse umgeben. Anfangs haben wir uns gewundert warum hier jeder Mann mit Maschienenpistole herumlaeuft bis wir erfahren haben, dass sich in diesem Gebiet regierungsfeindliche Hmonggruppen in den Bergen verschanzen. An den darauffolgenden Tagen durfen wir dann Bekanntschaft mit der Polizei von Long Chen schliessen. Die hat uns unsere Paesse mit einer haarstaeubenden Begruendung abgenommen und erst nach einer kleinen "Spende" von 50 USDollar wieder hergegeben. Die zwei letzten Tage nach Vang Vieng (unserem Zielort) waren aufgrund der staubigen Strasse ziemlich nervenaufreibend und wir waren wirklich froh als wir nach 800 Kilometer angekommen sind. Die Tour war sicher einer der Hoehepunkte unserer Reise! Gruesse von Steffen und Anton Von der Grenze nach Luang Prapang Hallo! In letzter Zeit ist wieder einiges passiert. Also von Anfang an! Die letzten Tage im Oktober haben wir in dem netten Grenzort Chiang Khong , der sich in der Naehe des bekannten Golden Dreiecks befindet verbracht. Haben dort 2 sehr schoene Tage mit Halloween feiern, im Wasserfall baden und Schlangensuppe kochen verbracht. Am 31.Oktober sind wir dann nach Laos ausgereist und noch am selben Tag das Boot Richtung Lunang Prapang genommen. Diese Schiffe, primaer von Touristen benutzt, sind doch sehr abenteuerliche Gefaehrte. Trotz des vielen Regens und der zweitaetigen Strecke war es doch eine sehr unterhaltsame Fahrt und wir konnten die wunderschoene Landschaft entlang des Mekongs geniessen. In Luang Prapang angekommen haben wir uns dann auf die Suche nach Fahrraedern gemacht. Gar nicht so leicht wie man denkt und so hat sich an unseren vier Tagen trotz lustiger Bowlingabende, Marktbesuche und Watbesichtigungen doch alles um die Beschaffung der Raeder gedreht. Am 3.Tag haben wir dann die langersehnte Loesung gefunden und die Raeder bei Greendiscovery (Tourenanbieter) gemietet. Am Dienstag den 6.November gings dann endlich los mit unserer Radtour durch Nordlaos. |
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